Mittwoch, 2. Oktober 2013

Das Motorrad

Das passende Motorrad ist gefunden: eine fast 30 Jahre alte Yamaha XJ 650!


Als Yamaha diese Maschine 1980 auf den Markt brachte, war sie eine kleine Sensation. Sie war für damalige Verhältnisse ein richtig sportliches Motorrad, fast 200 km/h schnell, mit 230 kg relativ leicht und gleichzeitig mit Kardanantrieb und guter Soziustauglichkeit bestens für den Alltag gerüstet. In den folgenden Jahren erwarb sich die XJ 650 durch ihre Zuverlässigkeit auch noch den Ruf ein unverwüstlicher Kumpel für alle Gelegenheiten zu sein. 13.863 Stück wurden insgesamt in Deutschland zugelassen.

Sollen wir sie Dornröschen nennen?

Unser Exemplar stammt aus dem Jahr 1984, wird also bald 30. Rein äußerlich befindet sich die XJ in einem relativ guten Originalzustand. Aber Lack und Rost lassen jetzt schon eine Menge Arbeit erwarten. Wie es hinter der Fassade aussieht, werden die Azubis herausfinden müssen. Was sie dabei entdecken, wie sie mit den anstehenden Herausforderungen fertig werden und welche Ideen sie für den Umbau entwickeln, werden wir über die kommenden Wochen hier detailliert dokumentieren.

Kommentare :

  1. die XJ serie war sehr gut und da habt ihr ein schönes stück also viel spaß dabei

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  2. Bisschen polieren und gut ;-)))

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  3. Mein Tipp: Restaurieren weitgehend im Orginalzustand. Aber unbedingt Fahrwerksverbesserungen einbauen! Mit dem geringen Gewicht und Leistung lässt die Maschine gut durch die Kurven zirkeln. Die Beschleunigungswerte waren und sind nicht schlecht. Jedoch krankten die alten XJ an zu weichen Gabelfedern und verschlissenen Lenkkopflagern. Wegen des Shimmy macht euch mal keine Sorgen: It's not a bug, it's a feature!

    Was wäre so eine Fahrwerkverbesserung? Bessere, progressive Gabelfedern, neue Federbeine, Lenkungsdämpfer aus dem Louisprogramm! In jedem Fall das Lenkkopflager und Schwingenlager ersetzen.

    Komfortverbesserungen: Die klassischen Instrumente in jedem Fall drauflassen! Die Ablesbarkeit ist unübertroffen. Für heutige Tourenfahrten eine dezent angebrachte 12V-Stromversorgung, Navihalterung usw. Eventuell dezente Zubehörinstrumente wie Öldirektmesser, Thermometer usw. aus dem Louisprogramm.

    Gepäckmöglichkeiten: Falls sich moderne Tankrucksäcke am Tankring befestigen lassen eine solche Lösung vorsehen. Eventuell eine Tankrucksacklösung mit Navihalterung. Den hässlichen Träger herunterwerfen und z.B. Softbags aus dem Louisprogramm vorsehen. Hier sind im Programm auch Zurrösen für jede Form von Zurrgurten ideal.

    Nach der Restauration und sinnvolle Kleinigkeiten: Sicherheit verbessern. Sturzpads usw. Kleine, pfiffige Ideen wie sie damals fehlten. Da fielen mir Gabelprotektoren aus dem Louisprogramm ein.

    Das allerwichtigste: Viele die so eine Maschine fahren wollen und diese auf den heutigen Stand der Technik bringen möchten wollen diese wiedererkennen können. Macht lieber den Fahrern ein Angebot wie man mit Louisprodukten die Maschine in die neue Zeit bringt ohne dass dieser der Wiedererkennungseffekt durch abgewandeltes Design verloren geht.

    Stellt die Verbesserungen klar heraus! Das lockt vielleicht Kunden die so einen Oldtimer bewegen wollen.

    Es schreibt ein Fahrer ehemals dreier XJ-Modelle…

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  4. Dornröschen ist bereits vergeben!
    So heißt das Schätzchen daß ich aus nem fast dreißigjährigen Schlaf wachgeküßt hab... (mit mal gerade 38 TKM auf der Uhr - empörend) die ist offenbar nur geputzt worden...

    Als Herausforderung für Azubis... dafür ist so ne XJ eigentlich zu pflegeleicht!
    Neue Kerzen rein, frisches Öl neue Filter, die Ventile einstellen und schon spricht sie wieder mit Euch. Dann noch den gräsigen Sicherungskasten durch einen für Flachsicherungen (findet man bei Conrad - bei Louis leider nicht) ersetzen (bei der Gelegenheit auch gleich verlegen - hinter dem linken Seitendeckel ist er jederzeit erreichbar), Konis anstatt der Original-Luftpumpen, progressive Gabelfedern, tja und dann gehts eingentlich nur noch ums anhübschen.

    Aber generell bin ich begeistert, daß die Louisen sich der XJ 650 widmen... solange die daran schrauben, werden die sicherlich auch noch genügend Teile dafür im Programm haben.

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  5. Die Vorschläge hier lesen sich schon recht nett. Ein weiteres Augenmerk bedürfen sicherlich die Vergaser. Ansaugstutzen, Membranen, Düsen und Abstimmung. Dafür bedarf es eines Yamaha Spezial Werkzeugs.
    Außerdem rate ich zum Wechsel der Bremsleitungen gegen Stahlflex, der Bremsbeläge, natürlich der Bremsflüssigkeit und Wartung der Bremssättel und Kolben.

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